Sektion Hildesheim des
Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

Button zu dem Kletterzentrum
Button zu den Berghütten

Berghütten

DAV-Hildesheim

2009: Alpiner Basiskurs


Alpiner Basiskurs 2009 am 26.04.2009

Klettern, das ist etwas für Andere … so dachten wir zuerst. Aber weit gefehlt. Mittlerweile sind wir selbst komplett ausgerüstet und haben große Freude daran gefunden. Wie es dazu kam? Tja …
Am Anfang hatte die Hälfte unserer Truppe, die aus zwei Leuten besteht, ein ‘wenig‘ Höhenangst. Da das jedoch so nicht weitergehen sollte, ‘Mann‘ kann so etwas ja nicht auf sich sitzen lassen, mussten wir etwas unternehmen. Gesagt getan, ging es auf in die Campo-Arena, um im Hochseilgarten erst einmal anzufangen. Nach anfänglichen Unsicherheiten konnten wir gar nicht genug davon bekommen. Immer wieder meisterten wir den Parcours. Das Vertrauen in die Technik half wesentlich dabei.
Da die Campo-Arena leider geschlossen wurde und somit neue Herausforderungen an der Reihe waren, kamen wir durch ein örtliches Bergsportgeschäft auf den DAV. Hier bot man uns einen Alpinen Basiskurs an – und das, wo wir doch so richtig klettern wollten, aber nun gut. Gesagt, gebucht. Am 26. April 2009 ging es um 8.00 Uhr vom Parkplatz des Arbeitsamtes los in den Ith.

Am dortigen Parkplatz angekommen, wurde erst einmal die Ausrüstung verteilt – Gurte, Seile, Helme, Stöcke, Karabiner, noch mehr Zeug, wovon wir nicht genau wussten, was wir damit sollen und schon gar nicht, wie es geht. Schließlich ging es in die ‘Berge‘.
Hier stellten sich unsere Betreuer erst einmal vor. Lustig war, dass wir 17 Teilnehmer und etwa eben so viele Betreuer waren – wirklich sehr komfortabel, aber leider auch nicht alltäglich. In 5 Gruppen von 3 bis 4 Teilnehmern ging es los.

Unsere Gruppe lernte zuerst ‘Gehen in weglosem Gelände‘. Hier wurde uns gezeigt, auf was man achten sollte und wie wir die Stöcke hilfreich einsetzen konnten. Auf ging es, die naheliegenden Felsen rauf und runter, die mit Laub bedeckten Berge haben wir in allen Richtungen durchquert und zu guter letzt auch einen Schutthang bezwungen. Diesen Teil als Einleitung, auch wenn es mit dem Klettern selbst nichts zu tun hatte, haben wir als Einstieg als sehr gelungen empfunden.

Nach einer kurzen Pause mit erstem Erfahrungsaustausch ging es weiter in den zweiten Teil ‘Knotenkunde‘. Wir ahnten schon, dass wir hier punkten konnten. Haben wir doch zuhause geübt ‘bis der Arzt kommt‘. Und es bestätigte sich, dass wir die wichtigsten Knoten bereits beherrschten und diese in der Praxis wirklich angewendet werden – Prusik, Halbmastwurf, Mastwurf, Achter, …
Im dritten Teil sollten wir nun in den ‘Berg‘ gehen. Also Helm auf, Gurt an und ein paar Seile mitnehmen. Die Aufgabe bestand im ‘Fixieren und Ablassen‘. Das sagte uns zuerst nicht sehr viel. Doch unter der fachkundigen Anleitung haben wir das schnell gemeistert. Wir wurden und haben uns abgelassen – eine ganz neue Erfahrung. Hier konnten wir auch gleich die gelernten Knoten anwenden. Manche unserer Gruppenmitglieder konnten gar nicht genug bekommen …

In der Pause haben wir uns auf die nächste Aufgabe, ‘Abseilen‘, mental vorbereitet. Zu unserer Ausrüstung gesellte sich nun noch der Achter. Die erste Frage die sich uns stellte war: und das reicht zum Abseilen? Nach einer kurzen Einführung ging es in die Wand. Da war zuerst ein wenig Überwindung gefragt, aber dann hat es einfach nur noch Spaß gemacht. Danke an die beiden Betreuer für die gute Einführung in dieses Thema.

Zu guter letzt konnten alle erlernten Fähigkeiten im Klettersteig erprobt werden. Durch ein ‘Betreuersandwich‘ gesichert, machten wir uns an den Aufstieg. Die kniffeligsten Stellen meisterten hierbei unter strenger Beobachtung und waren hinterher doppelt stolz.

Zum Schluss musste die Ausrüstung natürlich wieder hinunter getragen werden, aber das gehört dazu und zusammen ist es auch nicht ganz so viel.

Zusammenfassend können wir dem DAV-Trupp nur ganz viel Dank aussprechen.

Andreas und Nikola


zurück