31. Wintertreffen in der Malepartushütte

Wenn die Sektion Halle schon zum 31. Mal das Wochenende auf der Malepartushütte verbringt, hat das gute Gründe: die Hütte liegt malerisch am Waldrand und beim Blick aus dem Fenster kann die Natur des Harzwaldes beobachtet werden. Außerdem ist die Hütte liebevoll gepflegt und ganz auf die Bedürfnisse von Wanderer*innen oder Wintersportler*innen ausgerichtet. Es gibt einen großen Aufenthaltsraum und eine gut ausgestattete Küche. Eine Anzahl an Zweier- und Dreier- Zimmern erlaubt sogar etwas Privatsphäre. Und nicht zuletzt ist die Sektion Halle der Sektion Hildesheim auch freundschaftlich verbunden. Unsere Hallenser Gruppe war bunt gemischt aus neuen und bekannten Gesichtern (fast) aller Altersklassen. Frank hat uns als Hüttenwart gut betreut und unsere Fragen rund um die Hütte und den Aufenthalt beantwortet. Auf diesem Weg vielen Dank an Frank!

Traditionell stimmten wir uns am Freitagabend mit einer Fackelwanderung auf das Wochenende ein. Das Feuer der Fackeln beleuchtete den Winterwald und wir kamen miteinander ins Gespräch. Nach einer Glühweinpause ging es wieder zurück zur Hütte. Bei einem Absacker wurde der nächste Tag geplant.

Am Samstag haben wir uns auf mehrere Wandergruppen aufgeteilt, die sich entsprechend der persönlichen Ambitionen auf den Weg in die Harzer Berglandschaft machten. Die lange Tour führte über 23 km via Eckersprung, Scharfenstein über den Brocken zurück zur Hütte. Die Gruppe teilte sich unterwegs noch etwas auf, so dass fünf Personen noch einen kleinen Umweg von drei km über das Skidenkmal machten, um einen zusätzlichen Stempel einzusammeln. So gab es sogar fünf Stempel zu sammeln! Auf dem Brocken trafen wir uns wieder und wanderten gemeinsam nach Oderbrück zurück. Eine kürzere Tour führte direkt von der Hütte auf den Brocken und wieder zurück, mehr darüber könnt ihr im Bericht von Linda lesen.

Die Wege waren zum Teil spiegelglatt, weil das viele Regenwasser der letzten Wochen gefroren unter der dünnen Schneedecke lag. Doch erfahrene Wanderer schreckt das nicht und zum Glück sind die meisten von uns ohne Verletzungen zurückgekehrt. Roland hat sich leider bei einem Sturz an der Schulter verletzt, wir hoffen, dass es ihm schon besser geht.

Am Samstagabend waren viele freiwillige helfende Hände für die Zubereitung des Abendessens in der Küche zu sehen. Das Menü bestand traditionell aus Spagetti und Tomatensauce mit oder ohne Wurst. Es wurde allgemein als sehr gelungen bewertet, bei Pastasaucen stimmt das Sprichwort mit den vielen Köchen anscheinend nicht. Überhaupt war es beeindruckend, wie jeder mit angepackt hat. Sogar der Abwasch war zack-zack erledigt.

Nach dem Abendessen gab es ein Kulturprogramm. Elisabeth hat uns mit einem Quiz auf wissenswerte Details unserer Umgebung aufmerksam gemacht. Wir haben gelernt, dass der Harz ein Pultschollengebirge ist und überwiegend aus Tonschiefer, Grauwacke und Granit besteht. Wenn ihr also beim nächsten Mal einen der attraktiven Preise gewinnen möchtet, solltet ihr euch gut auf das Quiz vorbereiten. Sämtliche Versuche zum Becircen der Quizmasterin schlugen fehl, sorgten aber für einen heftigen Angriff auf die Lachmuskeln der Beteiligten. Vielen Dank an Elisabeth für die Vorbereitung und vielen Dank auch an Stefan für die witzige Spielidee (Marianne Rosenberg!!). Was haben wir gelacht - Schwah!

Außerdem erinnerte Detlef mit einem Vortrag an das Wanderjahr 2023. So aufbereitet war es doch erstaunlich, wie viele Vereinsaktivitäten im Laufe des Jahres stattgefunden hatten. Die Erinnerungen an die Aktivitäten in 2023 motivierten einige von uns schon für die kommenden Monate. Es wird wieder Stammtische und Tageswanderungen geben und auch die Fahrt auf die Malepartushütte soll im Januar 2025 wieder stattfinden. Schaut also immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei, es lohnt sich!

Der Sonntagmorgen stand schon im Zeichen des Aufbruchs. Wir räumten unsere Zimmer aus und starteten je nach Lust und Laune zu einem Spaziergang oder einer Wanderung. Unsere Wandergruppe nutzte die Gelegenheit für eine weitere ausgedehnte Wanderung (15 km). Bei leichtem Schneefall und verhangener Sicht wanderten wir auf den Wurmberg und kehrten im Gipfelrestaurant ein. So hatten wir die jeweils höchsten Berge von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen an einem Wochenende bestiegen. Auf dem Rückweg wurden wir auf den Brockenblick aufmerksam gemacht, der sich jedoch aufgrund der Nebelwolken nicht blicken ließ.

Zurück an der Malepartushütte mussten wir uns von unseren neuen und länger bekannten Wanderfreund*innen verabschieden und den Schnee von den Autos kehren. Auf dem Heimweg gingen mit den Höhenmetern auch Schnee und Eis zurück. Glücklich und erfüllt über dieses schöne Winterwochenende sind wir am frühen Abend wieder zu Hause angekommen.

Vielen Dank an Detlef Weyrauch für die Organisation dieser Tour!

Wir freuen uns schon sehr auf unser nächstes Wintertreffen!

Elisabeth Schmidt und Cornelia Panzner

  

Bericht über die kleine Brockenwanderung und den Ausflug zum Achtermann

James und ich waren zum ersten Mal beim Hüttenwochenende im Harz dabei. Wir haben uns in der Gruppe sehr wohl gefühlt und möchten im kommenden Jahr gerne wieder teilnehmen. Unser Highlight des Wochenendes war die Nachtwanderung am Freitagabend, bei der wir mit Glühwein und Fackeln die nähere Umgebung der Malepartushütte erkundeten.

Am Samstag hatten wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, eine ging eine etwas längere Runde zum Brocken und die andere eine etwas kürzere. Mit ca. 10 anderen Leuten haben wir uns auf die knapp dreistündige Wanderung zum Gipfel begeben. An einigen Stellen mussten wir gut aufpassen, dass wir auf dem vereisten Boden nicht ausrutschen. Trotz schlechter Sicht – aufgrund des dichten Nebels konnte man nur einige Meter weit sehen – war unsere Route an diesem Tag sehr gut besucht. Mehrmals kreuzte die Brockenbahn unseren Weg und grüßte uns mit einem Hupen. Auf den letzten hundert Metern wurde das Wetter plötzlich sehr wild, eisiger Wind schlug uns ins Gesicht. Daher waren wir sehr froh, als wir uns in der Gaststätte „Brockenwirt“ aufwärmen konnten. Gestärkt mit Glühwein begaben wir uns auf den Rückweg zur Hütte, wo wir alle gemeinsam den Abend bei Pasta und Glühwein sowie einem spannenden Quiz ausklingen ließen.

Am Sonntag sind wir knapp zwei Stunden zum Achtermann gewandert. Auch dort war es sehr windig, weshalb wir es nicht lange auf dem Gipfel aushielten. Aufgrund des starken Nebels konnte man auch nicht sehr weit sehen. Spannend war allerdings der Amateurfunkerwettbewerb, dem wir am Fuße des Berges in einer kleinen Hütte lauschten. Auf unserer Route waren nur wenige Menschen unterwegs und mit kleinen Bachläufen, die es zu überqueren galt, war es ein richtig verwunschener Abenteuerpfad. Das Wochenende schlossen wir mit dem Bau eines stattlichen Schneemanns ab.

Linda Bermes

  

Umbruch und Fortsetzung

Das 30jährige Jubiläumstreffen im Januar 2023 war nicht zu toppen, das war mir klar. Diese wunderbare Traditionsveranstaltung sollte aber nach dem Rückzug unseres 30maligen Cheforganisators Lutz Berthold auch nicht einfach ad acta gelegt werden. In Ermangelung von Gegenkandidaten entschloss ich mich, den Staffelstab zu übernehmen. Auch auf Seiten unserer Hildesheimer Freunde gab es einen Umbruch. Nachdem der langjährige, liebenswürdige Hüttenbetreuer Rolf Gerlach im Mai des letzten Jahres im Alter von 84 Jahren verstorben war, übernahm nun Frank Fischer diese Aufgabe. Wir kennen uns bereits seit mehreren Jahren von gemeinsamen Skitouren und Hüttenabenden und verstehen uns gut.

Axel hatte mich bei der Abfahrt in Lieskau kurzfristig überredet, die Langlaufski mitzunehmen. Als wir gegen 14 Uhr in Oderbrück an der Hütte ankamen, sah es noch gar nicht danach aus, als könnte man die Bretter benutzen. Ludwig Wucherpfennig und Frank von der Sektion Hildesheim waren bereits da. Bis zum Abend reisten nach und nach alle Teilnehmer unserer Sektion sowie einige Gäste an. Es waren 21 in der großen Altersspanne von 12 (unser Enkel Florian) bis 87 Jahren (unser ehemaliger 1. Vorsitzender Rudi Knoblich). Darunter waren 6 Neulinge, die das erste Mal an dieser Sektionsveranstaltung teilnahmen. Nicht dabei war erstmals Lutz, unser bisheriger Organisator. Seine liebe Frau Christine hatte ihn anlässlich des Beginns seines Rentnerdaseins nach La Palma entführt. Die Grußworte der beiden an die Malepartus- Gemeinde wurden von mir am Abend verlesen. Frank und ich erinnerten an die verstorbenen Vereinsfreunde Rolf Gerlach und Ulrich Rueß (Ehrenmitglied der Sektion Halle) und baten um eine Schweigeminute.

Der Umbruch machte sich am Samstagabend auch in einem völlig neuen Küchenteam mit Verantwortung für Spaghetti und Soße bemerkbar. Ich selbst degradierte mich vom früheren Küchenfotografen zum Paprikaschnippler.

Das ganze Wochenende lagen die Temperaturen um die -3 bis -4°C, die Sonne ließ sich nicht blicken und es schneite mehrfach. Als ich am Sonntagmorgen aus dem Fenster blickte, bot sich mir eine bizarre Schneelandschaft dar. Wir hatten die Skier doch nicht umsonst mitgenommen. Heike, Uli, Axel und ich machten uns nach dem Frühstück auf zu einer Langlaufrunde über Kaiserweg, Dreieckiger Pfahl, Ulmer Weg. Bei Höhen unter 800 m wurde die Schneelage recht dünn, sodass wir in der von uns frisch gelegten Spur zurück kehrten mit einem Abstecher zum Ehrenfriedhof.

Mein besonderer Dank geht an die Sektion Hildesheim des DAV, die uns als hüttenloser Sektion immer wieder ein wunderbares Winterwochenende in ihrer schönen Hütte ermöglicht.

Detlef Weyrauch

Fotos: Linda Bermes, Cornelia Panzner, Steffi Lorenz, Roland Pretsch, Axel Neukirchner, Detlef Weyrauch