Sektion Hildesheim des
Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

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Berghütten

DAV-Hildesheim

Bericht 2011


1896 bis 2011 – 115 Jahre Hildesheimer Hütte

 Am 14. August feierte die DAV Sektion Hildesheim das 115te Bestehen ihrer Hildesheimer Hütte. Entgegen den früheren Abmachungen wollte man nicht 10 Jahre bis zum nächsten Jubiläum warten, sondern diesmal sollte schon nach 5 Jahren zünftig gefeiert werden.

Neben vielen Mitgliedern waren auch der Oberbürgermeister Kurt Machens und die Pastorin der Herrenhäuser Kirche in Hannover, Katharina Uhlmann, angereist. Beide sind Mitglieder der Sektion Hildesheim des Deutschen Alpenvereins.  Ein Gottesdienst in knapp 3000 Metern Höhe ist auch für die beiden nichts Alltägliches.  Doch da Hildesheims höchstes Haus Geburtstag feierte, stiegen sie gern zur Hütte auf.
Als vor 115 Jahren die ersten Bergwanderer in der Hildesheimer Hütte ihr Nachtlager aufschlugen, war das Leben auf 2899 Metern Höhe nicht sehr komfortabel. Jedes Teil und alle Lebensmittel mussten mit Kraftaufwand zu Fuß oder auf dem Rücken von Eseln herbei geschafft werden. Kein Strom, kein warmes Wasser, kein Telefon – heute kaum vorstellbar.
Kurt Machens würdigte anlässlich des 115-jährigen Geburtstags den einstigen Kraftakt: „Das Wichtigste
dabei war der Zusammenhalt von Menschen für eine Sache. Hier war es der Gedanke einer Schutzhütte, initiiert von Hildesheimern“.  Pastorin Uhlmann segnete die Hütte und predigte über die Berge und deren geheimnisvolle Ausstrahlung. Für Bergsteiger sei es wohl gerade der Reiz des Besonderen, erschöpft einen Sonnenuntergang im Panorama der Berge zu genießen, nachdem sie sich durch die Höhen gequält hätten. „Danke für diesen Unterschlupf“, schloss Uhlmann den Berggottesdienst auf der Hüttenterrasse. Der Zufluchtsort für Wandersleute ist heute nicht mehr so kärglich wie Anno Domini.
Bernhard Kaiser, Vorsitzender der Sektion Hildesheim, berichtete, dass das „Hüttenbau-Team“ zusammen mit ortsansässigen Firmen in den vergangenen 5 Jahren die Dächer des Gebäudes erneuert hätten. Ebenso gäbe es seit geraumer Zeit eine warme Dusche und W-Lan.   Die nächste große Investition soll der Bau eines Blockheizkraftwerkes sein, versorgt mit Gas oder Rapsöl.
Dank des Geburtstagsgeschenkes von OB Kurt Machens – einer wetterfesten Webcam – wird sich bald die Stubaier Bergwelt rund um die Hildesheimer Hütte in der Zeit, in der sie bewirtschaftet ist, dem Betrachter auf der Internetseite der Stadt Hildesheim präsentieren.

„Diese Hütte ist nicht nur der Hinweis auf das Dasein unserer liebenswerten Stadt in Deutschland.
Sie ist ein ganz großer Schatz!“, führte der Oberbürgermeister von Hildesheim weiter aus. Auch betonte er, dass es wichtig sei, sie trotz Erhaltung von Traditionen, technisch weiter zu entwickeln.

Das neu auf der Hütte installierte W-Lan sei eine große Bereicherung, um das Wetter abzurufen oder im Ernstfall schnell Hilfe holen zu können.
Als großen Werbefaktor bezeichnete Kurt Machens die Effekte durch die neue Webcam. Überall auf der Welt präsentiere sich die Hütte dadurch zukünftig als Ort zum Erleben der Bergwelt.

Anschließend dankte der OB dem Wirtsehepaar Gustl und Elfriede Fiegl, die mit Herz und Kopf die Gäste empfangen, bewirten und das Gefühl von „beschützt sein“ vermitteln.

Auch der 1. Vorsitzende Bernhard Kaiser dankte ebenfalls Gustav und Elfriede sowie den Söhnen
Bernd und Marco, für die seit nunmehr 20 Jahren gute Betreuung der Hütte.

„Das Gästebuch lässt erkennen, dass es viele Besucher gibt, die gerne immer wieder kommen“, so stellte Bernhard Kaiser fest.

Die Hildesheimer Hütte ist eine Hochgebirgshütte des Deutschen Alpenvereins in den südlichen Stubaier Alpen. Eigentümer ist die Sektion Hildesheim. Am 28. Juli 1896 wurde die damals kleine, bescheidene Kate eingeweiht.
Heute verfügt das Haus über eine moderne Photovoltaik-Anlage, Solarkollektor-Anlage, eine UV-
Filteranlage für sauberes Wasser, eine moderne Materialseilbahn, angetrieben von einem leistungsstarken Bio-Dieselaggregat und eine moderne Küche mit Vorratsräumen. Um die Technik zu warten, zu reparieren und in Stand zu halten, gibt es freiwillige Helfer der Sektion, die jedes Jahr zur Hütte fahren, um fällige Arbeiten zu verrichten, Neues zu installieren und defektes zu reparieren.

Text: HAZ und Pressestelle der Stadt Hildesheim.   Fotos: Bernhard Kaiser


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