Sektion Hildesheim des
Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

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Berghütten

DAV-Hildesheim

Historie


Zwei Jahrzehnte nach der Gründung des Deutschen Alpenvereins (1869) wurde unsere Sektion am 11. Mai 1889 als 174. Sektion des Deutsch Österreichischen Alpenvereins von 29 Persönlichkeiten des gehobenen Mittelstandes unserer Heimatstadt gegründet. Gründungslokal war die Domschenke am Hückedahl (heute der Remter). Prof. Friedrich Kluge wurde der Gründungsvorsitzende, er blieb bis 1922 im Amt. Sein 10. Nachfolger ist der heutige Vorsitzende Jürgen Ruberg, seit 2013 in dieser Funktion.

Bereits am 25. Mai des Gründungsjahres beteiligte sich die junge Sektion an der gemeinsamen Brockenwanderung der norddeutschen Sektionen.
Wie seinerzeit üblich interessierte sich die junge Sektion für ein Arbeitsgebiet und den Bau einer Hütte im Hochgebirge.

Bereits am 20. Feb. 1896 erwarb die Sektion einen 70 Quadratklafter großen Baugrund für unsere Hildesheimer Hütte am Osthang des Schussgrubenkogels in den südlichen Stubaier Alpen, also in der Gemeinde Sölden/Ötztal.
Der Bergführer Martinus Scheiber aus Obergurgel wurde mit dem Bau beauftragt und schon am 27./28. Juli 1896 konnte die Eröffnung feierlich vollzogen werden.

In das 20. Jahrhundert ging unsere Sektion als eine von insgesamt 261 mit 124 Mitgliedern. Und die Erschließung der Alpen mit Hütten und Wegen war in vollem Gange.
In unserer Stadt feierte die Sektion regelmäßig Alpenfeste, die immer ein besonderes gesellschaftliches Ereignis waren. Kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges fand am 10. Jan. 1914 noch das 25-jährige Stiftungsfest in der Stadthalle (heute Paulusheim) statt.

Der Hüttenbetrieb kam zum Erliegen, aber in unserer Stadt trafen sich die Mitglieder zu Vorträgen und anderen Zusammenkünften. Ehrenamtlich tätige Mitglieder blieben im Krieg, und nach dem Krieg mit seinen Leiden ging es mit der Wirtschaft stetig bergab. Dennoch wurde gewandert in unseren heimatlichen Bergen und Wäldern, aber es wurden auch Bergfeste unternommen.
Bauliche Mängel mussten an unserer Hildesheimer Hütte beseitigt werden und mehrere Erweiterungen wurden nötig. Am 15.5.1939 fand unter der Naziherrschaft, die auch die Gleichschaltung des Alpenvereins durchsetzte, das 50-jährige Gründungsfest der Sektion im Hotopps Hotel am Bahnhofsplatz statt. Der 2. Weltkrieg brachte das Sektionsleben erneut zum Erliegen. Nach dem Zusammenbruch wurde auch unsere Sektion aufgelöst und die Hildesheimer Hütte enteignet.

Aber bereits am 14.12.1946 fand eine Mitgliederversammlung statt, die den Sparkassendirektor Heinrichs Alfeis zum Vorsitzenden wählte. Als 1948 der Skiklub Hildesheim seine Malepartushütte als Startkapital mit in die Sektion einbrachte, entstand die heutige Skigruppe. Gleichzeitig waren weitere Neigungsgruppen entstanden. Anfang 1954 hatte die Sektion bereits mehr als 600 Mitglieder.

1956 wird die Zwangsverwaltung der Deutschen Hütten in Österreich aufgehoben und auch wir erhalten unsere Hütte als Eigentümer zurück. Erhebliche Bauerweiterungsmaßnahmen sind wieder erforderlich, ein Lastenaufzug, 2300 m lang, wird gebaut.

Ein Festakt zum 75-jährigen Sektionsjubiläum findet am 25. Mai 1964 in der hiesigen Ratshaushalle statt.
Kontinuierlich steigt die Zahl der Mitglieder durch weitere Gruppen, wie der Kanugruppe, die Skischule, die Klettergruppe, die Wanderreisegruppe werden eingerichtet.
Die Nds. Forstverwaltung ist Anfang der 70er Jahre nicht mehr bereit, den Vertrag mit dem Pachtverhältnis unserer Malepartushütte längerfristig zu verlängern. Letztlich führt diese Situation 1986 – 1988 zum Bau der neuen Malepartushütte in Oderbrück-Nord. Sie wird am 12. Aug. 1988 offiziell in Betrieb genommen.

Am 12. Mai 1989 feiert die Sektion ihr 100-jähriges Bestehen mit Jubiläumsfestakt im Rathaus und einem großen Ball im hiesigen Berghölzchen. Mehr als 1200 Mitglieder zählt die Sektion.

Auch besuchen mehr als 3000 Hildesheimer Sölden im Ötztal und feiern das 100-jährige Jubiläum unserer Hildesheimer Hütte, die zwischenzeitlich umfangreich saniert worden ist.