Sektion Hildesheim des
Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

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DAV-Hildesheim

Mitgliederversammlung des Landesverbandes Nord für Bergsport in Lübeck


Zweimal im Jahr treffen sich die Mitgliedsvereine des Landesverbandes, einmal in voller Runde, d.h. sowohl mit den DAV-Sektionen der vier nordwestlichen Bundesländer als auch mit den außerordentlichen Mitgliedern, das sind Vereine des Bergsports außerhalb des DAV, und einmal – im Herbst im Vorfeld der Hauptversammlung – in kleinerem DAV-Kreis, um die Hauptversammlung aller DAV-Sektionen vorzubereiten.

In diesem Jahr richtete die Sektion Lübeck aus Anlass ihres 125-jährigen Bestehens die Tagung aus. Wer es zeitlich möglich machen kann, trifft sich schon am Vorabend des Tagungssamstages zu einem informellen Austausch. Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung selbst ist voll gespickt mit den unterschiedlichsten Themen, die uns alle beschäftigen. Die erste Vorsitzende Barbara Ernst lässt genügend Raum für Diskussionen, führt trotzdem straff durch die umfangreiche Agenda. Die Vorsitzende sowie die einzelnen Bereiche des Landesverbandes, Naturschutz, Ausbildung, Leistungssport, Jugend, Familiengruppen und Vorstandswesen, tragen ihre Jahresberichte vor, die Ausblick und Problemfelder einschließen. Alles muss auf den Tisch. Der Bundesverband war auch diesmal mit zwei Vertretern dabei, der Vizepräsidentin für Leistungssport und Wettkampf, Burgi Beste, sowie dem Geschäftsführer Dr. Olaf Tabor.

Die Vorstellung der von Ralf Kowalski entwickelten neuen Website stößt auf Zustimmung und Interesse. Angemahnt wird eine Darstellung des Breitensports innerhalb des DAV, diese wird nachgeliefert; Axel Hake, unser Referent für Naturschutz und Umwelt, wird dazu eine Umfrage bei den Sektionen starten, um einen Überblick über die Masse der Aktivitäten im Breitensport zu erhalten. Professor Klaus Prenner für das Leistungssportreferat berichtet über die Vielzahl der Wettkämpfe, die inzwischen ausgetragen werden, freut sich über die relative Routine, die sich in der Organisation inzwischen eingestellt hat, und noch mehr über die Erfolge unserer norddeutschen Athleten. So fanden am Pfingstwochenende die Deutschen Boulder-Meisterschaften in Berlin statt. Dieser Wettkampf wurde im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes ausgetragen. Norddeutsche Athleten belegten dabei hervorragende Plätze: Max Prinz (AlpinClub Hannover) wurde Dritter; Levin Schilling (Sektion Hamburg und Niederelbe) belegte knapp dahinter den 4. Platz. Mittels des gerade fertig gestellten Sportentwicklungsplans werden junge Talente gefördert.

Ausbildungsreferentin Dr. Claudia Carl ist stolz darauf, dass die Anzahl der Trainer im Bereich des Landesverbandes nunmehr die 400 überschritten hat. Die Aufteilung nach Bergsport spiegelt das große Gewicht des Trendsports Klettern wider. Hier bedauert Claudia Carl die geringe Zahl von Trainern für den Bereich Leistungssport. Neu sind die Trainer für Sportler mit Behinderung, davon wurden bereits 9 ausgebildet. Ehrenmitglied Ludwig Wucherpfennig weist auf die Rückläufigkeit des eigentlichen Bergsteigens hin, das zunehmend durch Bergwandern ersetzt wird. In diesem Zusammenhang bringt Klaus Prenner die Urbanisierung des Sports ins Spiel, zudem mache sich ein höheres Sicherheitsdenken breit – Abenteuer in Sicherheit scheint das Gebot der Stunde zu sein.

Das Thema Klettern und Naturschutz nahm breiten Raum ein. Kaum einer wird Axel Hake um seinen Aufgabe beneiden, wenn er vorträgt, wie einfach es sich manche Kreise mit der ausnahmslosen Durchsetzung von Fauna –Flora-Habitaten, einem EU-Projekt, machen. Da werden Felsbiete pauschal gesperrt, ohne Rücksicht auf jahreszeitliche Möglichkeiten für Kletterer. Da bleibt als letzter Ausweg nur der Gang zum Gericht. Lichtblicke kann Axel dennoch aufzeigen, so die Erschließung von ehemaligen Steinbrüchen fürs Klettern. Der Arbeitskreis Naturschutz und Klettern unter Mitwirkung von Sektionenvertretern wird im Herbst aktiv.

Die Landesjugendleiterin, Wiebke Fleck, berichtet von Aktivitäten der Jugend.

Verabschiedet wurde unser langjähriger Vortragswart Klaus-Peter Albrecht. Ein Nachfolger steht noch nicht bereit. Es wird über andere Formen des Vortragswesens nachgedacht, bspw. auf regionaler Ebene als Zusammenarbeit von Nachbarsektionen.

Abgerundet wurden die Berichte der Verbandsreferenten durch den Referenten für Familienbergsteigen, der von einer Fortbildungsveranstaltung im Harz berichtete.

Im Rahmen eines umfänglichen Berichtes aus dem Bundesverband trug Burgi Beste u.a. mit sichtlichem Enthusiasmus ein Integrationsprojekt für Flüchtlinge vor, an dem sich 47 Sektionen in Bayern beteiligt hatten. Es stand unter dem Motto: „Lerne deine Heimat kennen“; Kooperationspartner war der Malteser Hilfsdienst mit seiner Erfahrung in der Organisation für Flüchtlinge.

Der Abend stand ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums der Sektion Lübeck, das im traditionsreichen Restaurant „Schiffergesellschaft“ gefeiert wurde. Dort ehrte die 1. Vorsitzende Angelika Lohr zahlreiche Jubilare. Spitze war eine 60-jährige Mitgliedschaft in der Sektion Lübeck.

An dieser Stelle ein großer Dank an Angelika Lohr und ihre Mitstreiter von der Sektion Lübeck für die perfekte Organisation der Tagung inklusive der gelungenen Abende.

Im nächsten Jahr wird die Sektion Wilhelmshaven die Verbandstagung im Frühjahr ausrichten.

Verena Dylla
2. Vorsitzende Landesverband Nord für Bergsport


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